Kinderprojekte - Archiv

Ich sehe was, was Du nicht siehst ...

Träger
JAS Jugend Architektur Stadt e.V.
Förderer und Unterstützer
StadtBauKultur NRW
Maritim Hotel
Pizza-Nudelhaus LaLuna
Beukenberg‘s Bäckerei
nah & gut Supermarkt Surkampstraße
Elke Schumacher Marketing GmbH
Thema
Vermittlung
Ort
stadtbauraum, Gelsenkirchen
Art
Workshop
Laufzeit
21. bis 24. Juni 2007
10. bis 13. Juli 2008
02. bis 05. Juli 2009
15. bis 18. Juli 2010
Info
» www.jugend-architektur-stadt.de
» Flyer Sommerakademie (124 KB)

 

Rückblick Workshops
02. bis 05. Juli 2009
10. bis 13. Juli 2008
21 bis 24. Juni 2007

 

Vom 15. bis 18. Juli 2010 fand im stadtbauraum in Gelsenkirchen der von JAS – Jugend Architektur Stadt e.V. organisierte Workshop Ich sehe was, was Du nicht siehst statt. Vier Tage lang erkundete ein Betreuerteam aus Architekten, Stadtplanern und Landschaftsarchitekten gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen den Weg von Gelsenkirchen nach Essen. In Kleingruppen waren viele Geheimnisse entlang der Strecke zu entdecken – Lücken finden, Spuren suchen, Zwischenräume gestalten und Stimmungen einfangen. Die Ergebnisse des Workshops werden in einem dreidimensionalen Atlas dargestellt.

JAS war dabei! Im Rahmen des Still-Lebens Ruhrschnellweg am 18. Juli 2010 wurden die Ergebnisse der diesjährigen Sommerakademie präsentiert. Zudem waren alle vorbeiflanierenden Kinder eingeladen, am "Fantasie-Atlas der A40" mitzubauen.

RÜCKBLICK 2009 Vom 02. bis 05. Juli 2009 war die Maschinenhalle des ehemaligen Schachts Oberschuir in Gelsenkirchen zum dritten Mal Veranstaltungsort des Workshops „Ich sehe was, was Du nicht siehst...“. // mehr ...

PROJEKTBESCHREIBUNG Baukulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen ist nicht nur ein bundesweites, sondern ein internationales Thema. Es gibt eine Fülle von Einrichtungen, Vereinen, Initiativen im In- und Ausland, die sich in diesem Bereich engagieren. Doch viel zu selten tauschen sich Initiatoren von Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche aus. Hier besteht ein großer Bedarf an Vernetzung und Austausch, denn trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen können wir viel von den Erfahrungen hierzulande und im Ausland lernen. Nur so können Projekte und Konzepte in Deutschland weitergedacht und gebündelt werden, und nur so können wir von vielen Vorreiterprojekten zu einer stetigen Verankerung von baukultureller Bildung und Beteiligung im Planungs- und Bildungsalltag kommen.
Der Verein JAS e.V. fühlt sich diesem Anliegen in besonderer Art und Weise verbunden. Er ist deutscher Projektpartner des Netzwerkes PLAYCE, einem internationalen Zusammenschluss zur Förderung des Interesses von jungen Menschen am gebauten Raum. Die internationale Organisation PLAYCE wurde 2004 in Finnland unter der Schirmherrschaft der Alvar-Aalto-Akademie gegründet und vereint Mitglieder aus 13 europäischen Ländern sowie Japan und den USA. Ziel des Netzwerkes ist es, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten und den fachlichen Austausch durch internationale Projekte, Tagungen und Workshops zu fördern.

RÜCKBLICK 2009 Vom 02. bis 05. Juli 2009 war die Maschinenhalle des ehemaligen Schachts Oberschuir in Gelsenkirchen zum dritten Mal Veranstaltungsort des Workshops „Ich sehe was, was Du nicht siehst...“. Vier Tage lang betreute ein JAS-Team, bestehend aus Architekten, Stadtplanern, Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten und Pädagogen 50 junge Baumeister bei ihrer Arbeit. Gemeinsam begab man sich auf die Suche nach der Identität des Ruhrgebiets der nächsten Generation – der Generation, die Kohleabbau und Stahlproduktion nicht mehr erlebt hat. Fünf verschiedene Gelsenkirchener Orte, der stadtbauraum auf dem Gelände des ehemaligen Schachtes Oberschuir, der Gelsenkirchener Bahnhof, das Hans-Sachs Haus, das Musiktheater und das Maritim-Hotel, wurden von den jungen Experten erkundet und analysiert, um möglichst vielfältige Antworten auf die Frage zu erhalten, was ihnen in ihrer Stadt fehlt und was sie sich für die Zukunft wünschen. Die Wünsche und Anforderungen der Kinder und Jugendlichen zusammen mit ihren Ergebnissen der Analysen wurden in Form von Modellen für die ausgewählten Standorte dargestellt.

Als Endergebnis sind fünf Stadtmodelle von „Gelsenkirchener Zukunftsorten“ mit u. a. folgenden Ideen entstanden:

  1. Der Bahnhof wurde mit kinderfreundlichen Funktionen ergänzt.
  2. Die unmittelbare Umgebung des Hans-Sachs-Hauses wurde grüner und lebendiger gestaltet und das Haus der Arbeitsagentur durch eine Schule mit Turnhalle, einen Kindergarten und eine Bibliothek ersetzt.
  3. Der U-Bahntunnel am Musiktheater wurde in einen unterirdischen Fluss verwandelt.
  4. Das Parkdeck des Maritim-Hotels wurde zu einer Erweiterungsfläche des Parks deklariert.
  5. In den unterirdischen Stollen des ehemaligen Schachts Oberschuir entstand eine gänzlich neue Stadt.

Diese Ideen werden im großen „Cybercity Ruhrstadt“-Modell als Bausteine in das internationale Kulturhauptstadtprojekt „THE THIRD EYE“ einfließen. Im September 2010 wird die Cybercity Ruhrstadt in einer umfassenden interaktiven Ausstellung in der Zeche Zollverein in Essen präsentiert.

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