Kinderprojekte - Archiv

Orte der Arbeit

Träger
Institut für Stadtplanung und Städtebau (Universität Duisburg-Essen)
Kooperationspartner
Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (ehem.), StadtBauKultur NRW
Thema
Gestaltqualität
Vermittlung/ Planungskommunikation
Art
Werkstattbericht
Laufzeit
aktuell
Publikationen
Werkstattbericht #5
Info
»
Werkstattbericht #5 pdf (1,4 MB)
» www.uni-essen.de/staedtebau

 

 

In Gewerbegebieten werden städtebauliche, landschaftsplanerische und architektonische Qualitäten planerisch nur bedingt gesteuert. Die Verhältnisse zwischen den Beteiligten sind unübersichtlich: Einerseits scheuen sich viele Kommunen, die Gestaltung von Gewerbegebieten mit Hilfe planungsrechtlicher Instrumente oder sonstiger Verfahren zu lenken, um möglichen funktionalen Anforderungen und ökonomischen Rahmenbedingungen der Bauherren (und später ansässigen Firmen) keine Hindernisse in den Weg zu legen. Andererseits besteht von Seiten mancher Kommune der Wunsch, eine gestalterische Vorstellung für die betreffende Fläche zu entwickeln und umzusetzen. Und schließlich gibt es Bauherren, für die die individuelle Architektur ihres Betriebes ein Zeichen der Corporate Identity sein kann – ohne Rücksicht auf die Umgebung.
Das Ergebnis sind vielfach Gewerbegebiete, die weder als Adresse für die ansässigen Betriebe dienen, noch einen Beitrag für die Qualität der umgebenden Stadt leisten können. Orte der Arbeit sind bisher in den seltensten Fällen Orte der Baukultur.
Mit dem Projekt „Orte der Arbeit“ sollen anhand von Beispielen stadträumliche und landschaftsplanerische Gestaltungsmöglichkeiten des öffentlichen Raumes und der privaten Flächen aufgezeigt werden, wie neue gestalterisch anspruchsvolle Gewerbegebiete geschaffen und bestehende Gebiete gestalterisch aufgewertet werden können. Es soll gezeigt werden, wie für Gewerbegebiete innovative Nutzungs- und Gestaltungsprofile herausgearbeitet werden können, die helfen, die Gebiete im regionalen Markt besser zu positionieren. Es sollen sowohl die wichtigen stadtgestalterischen und landschaftsplanerischen Bausteine als auch erfolgreiche Verfahren und planungsrechtliche Instrumente dargestellt werden, die bei der Planung von Gewerbegebieten wirksam werden können. Unterstützt durch Berichte aus der Praxis und Beispiele aus dem In- und Ausland werden Strategien und Methoden vorgestellt, die für mehr Baukultur in Gewerbegebieten sorgen.
Das Projekt wendet sich mit seinen Ergebnissen an Kommunen und Planende. Es soll ein neues Bewusstsein für die Möglichkeiten gestalterischer Qualitäten in Gewerbegebieten wecken sowie Orientierungshilfen und Lösungswege für städtebauliche bzw. landschaftsplanerische Konzepte bieten, die zugleich den funktionalen und wirtschaftlichen Bedürfnissen der Betriebe Rechnung tragen.
Am Ende der Forschungsarbeit steht der Werkstattbericht #5 „Orte der Arbeit. Möglichkeiten zur gestalterischen Aufwertung von Gewerbegebieten“, der als Handreichung für die Planung von Gewerbegebieten dient.

 

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