Kinderprojekte - Archiv

Architekturquartett NRW

Träger
Architektenkammer Nordrhein-Westfalen
Thema
Architektur
Ort
Savoy-Theater, Düsseldorf
Art
Diskussionsveranstaltung
Laufzeit
13. August 2008
17. März 2009
22. September 2009
24. März 2010
Info
» www.aknw.de

 


Rückblick 2010
Am 24. März 2010 fand das 04. Architekturquartett NRW der Architektenkammer NRW, diesmal im Museum Folkwang in Essen, statt. Anlass für den Ortswechsel war natürlich die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. Rund 400 Interessierte strömten in den RWE-Pavillon in der Essener Philharmonie, um sich über drei wichtige neue Kulturbauten im Revier zu informieren und der oft kontroversen Diskussion zu folgen.

Die von Kunibert Wachten geleitete Diskussion befasste sich zunächst mit einem Bauwerk, das noch sechs Monate bis zu seiner Fertigstellung benötigen wird: das „Dortmunder U“. Der Umbau des gewaltigen Turm der früheren Union-Brauerei mitten in der Dortmunder City zu einem der Kreativquartiere der Kulturhauptstadt durch Gerber Architekten (Dortmund) stieß bei den Diskutanten auf erwartungsvolles Interesse. „Der Ansatz ist spannend und ambitioniert für eine Stadt wie Dortmund“, urteilte Hanno Rauterberg. „Für Kreative darf es allerdings nicht zu glatt werden.“ Werner Lippert interpretierte das Konzept des U-Turm als „Laboratorium“, das durch die Belegung durch das Museum am Ostwall, Film- und Medieninstituten der Universität Dortmund sowie weitere Kreative viele „Transfer-Chancen“ biete.

Auch das zweite Bauwerk, der Erweiterungsbau für Sonderausstellungen des Deutschen Bergbaumuseums in Bochum, fand bei Werner Lippert eine positive Resonanz. „Ich glaube, dass die sehr stark lokal geprägte Metaphorik des Schwarzen Diamanten bei den Menschen einen starken Eindruck hinterlassen wird.“ Hanno Rauterberg hingegen empfand den Neubau von Benthem Crouwel Architekten (Aachen), der wie ein großes Stück Kohle gestaltet ist, als „groben Klotz“, der die Harmonie des Altbaus störe. Uwe Brückner kritisierte vor allem die neuen Ausstellungsräume, die zu hallig geraten seien und viele praktische Probleme für die Ausstellungsnutzung stellen würden. Kunibert Wachten hingegen bescheinigte dem mit 1.400 Quadratmetern Nutzfläche kleinsten Bauwerk des Abends eine „heitere Note. Ich durchlaufe den Neubau sehr gerne.“ Allerdings erscheine ihm die metaphorische Sprache etwas zu stark. 

Einer Meinung zeigte sich das Quartett beim dritten Bauwerk, das zur Diskussion gestellt wurde. „Der Neubau für das Museum Folkwang ist ein Bauwerk, das konzeptionell nachhaltig ist“, befand Hanno Rauterberg. Uwe Brückner lobte den „supermodernen“ Ansatz von Chipperfield Architects, eine mit 1.400 Quadratmetern sehr große, stützenfreie Halle für Wechselausstellungen geschaffen zu haben. „Heute kommen 90 Prozent der Museumsbesucher wegen aktueller Wechselausstellungen ins Museum - der Ansatz ist also auf der Höhe der Zeit.“ Auch Werner Lippert gefiel der Neubau; er plädierte allerdings für mehr Gelassenheit in der Diskussion. „Museen müssen sich à la longue über ihre Inhalte definieren.“

Rückblick 2009
„Die meiste Zeit des Tages verbringen wir an unserem Arbeitsplatz. Da liegt es nahe, sich die Architektur von Arbeitswelten einmal genauer anzusehen.“ - Rund 170 Zuschauer begrüßte AKNW-Präsident Hartmut Miksch beim 03. Architekturquartett NRW am 22. September 2009 im Düsseldorfer Savoy-Theater. Zum dritten Mal hatte die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen in salonhafter Atmosphäre zum Architekturdiskurs eingeladen. Architekt Prof. Carlo Baumschlager (Akademie der Bildenden Künste, München), Journalist Wilhelm Klümper (stellv. Chefredakteur der WAZ, Essen) und Wieland Wettberg (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) diskutierten mit Moderator und Stadtplaner Prof. Kunibert Wachten über „Arbeitswelten“. Drei aktuelle Bauwerke diskutierte das Quartett beispielhaft auf der Bühne. Mit dem Düsseldorfer Büroturm "Sky Office" (Ingenhoven Architekten, Düsseldorf), dem neuen Gebäude des Landesumweltamts in Essen (Koschany und Zimmer Architekten, Essen) sowie dem umgenutzten Kloster St. Alfons in Aachen (Kaiser Schweitzer Architekten / Glashaus Architekten, Aachen) waren drei sehr unterschiedliche, charakterstarke Bürohäuser ausgewählt worden.

Das zweite nordrhein-westfälische Architekturquartett fand am 17. März 2009 im Savoy-Theater in Düsseldorf statt. Unter dem Motto „Zeichen!“ rückte das Quartett drei neue Bauwerke in den Fokus, die – stellvertretend für ganz unterschiedliche Aufgabenfelder der Architektur und des Städtebaus – ihren zeichenhaften Anspruch unmissverständlich formulieren: Die "Kranhäuser" von Bothe, Richter, Teherani im Kölner Rheinauhafen, das "Super C" der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen von Fritzer und Pape (Köln) sowie das "Haus am Pegel" des Neusser Bauvereins (Atelier Prof. Fritschi, Stahl und Baum - Architekten und Stadtplaner Düsseldorf). Gemeinsam diskutierten Christian Hümmeler (Architekturkritiker / Kölner Stadtanzeiger), Prof. Gernot Schulz (Hochschule Bochum / Architekt, Köln) und Ulrich Tillmanns (Tillmanns, Ogilvy & Mather, Düsseldorf), moderiert von Prof. Kunibert Wachten (RWTH Aachen / Architekt und Stadtplaner, Dortmund)

Rückblick 2008
Zum ersten Mal hob sich der Vorhang im Savoy-Theater in Düsseldorf am 13. August 2008. Die Architektenkammer startete damit ein Veranstaltungsformat, das in Stuttgart und Berlin bereits seit einigen Jahren mit großem Erfolg bei Architekten und Kulturinteressierten läuft.
Für die erste Ausgabe des Architekturquartetts NRW konnte die AKNW eine Reihe namhafter Feuilleton-Journalistinnen und -Journalisten gewinnen: Amber Sayah (Architekturkritikerin der Stuttgarter Nachrichten) und Wolfgang Frings (Redakteur im Landesstudio Düsseldorf WDR-Fernsehen) haben mit den Architekten André Poitiers (Hamburg) und Prof. Kunibert Wachten (Professor an der RWTH Aachen, Architekt und Stadtplaner, Dortmund) über drei neue Gebäude aus der Region Köln-Düsseldorf-Duisburg diskutiert. Das Grundthema lautete „Wandel“, und so repräsentierten die zur Diskussion stehenden Bauten den Wandel in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen: Das CityPalais Duisburg steht für die Entwicklung der Innenstädte und unser Einkaufsverhalten, das Quartis Les Halles in Düsseldorf für neue Wohnformen auf innerstädtischen Konversionsflächen, das Kolumba-Museum in Köln für neue, nicht-kommunale Kulturbauwerke. Die Bauwerke wurden jeweils mit einem Kurzvortrag vorgestellt, bevor die Kritiker und Fachleute ihre Meinungen, Empfindungen und Kritiken äußern.

(Christof Rose, Architektenkammer NRW)

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