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| Kinderprojekte - Archiv | ||||||||||||||
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Das Bewusstsein für die gebaute Umwelt in Deutschland ist nicht sehr stark ausgeprägt. Die Straßen und Brücken, Plätze und Bauten unserer Städte werden von den Stadtbewohnern meist als gegeben angesehen – die vorhandenen bzw. nicht vorhandenen Qualitäten nur unbewusst wahrgenommen, aber selten erkannt. Die Kampagne SEHEN LERNEN will die Öffentlichkeit für ihre gebaute Umwelt sensibilisieren, einen gedanklichen Austausch anregen und für qualitätvollen Städtebau werben. Mit SEHEN LERNEN ist keinesfalls nur visuelle Geschmacksbildung gemeint. Vielmehr soll dem interessierten Bürger übermittelt werden, wie sehr sich gebaute Qualität auf die eigene Lebensqualität auswirkt. Auch soll nicht einfach der Finger auf vermeintlich Schönes oder Hässliches gerichtet werden. Zu einem gelungenen Gebäude oder Stadtraum gehört mehr als nur sein Äußeres. Sprich, man sieht seine Stadt nicht nur mit den Augen, sondern erspürt sie mit allen Sinnen. Neben der Gesamtgestaltung des Platzes ist die richtige Nutzung mindestens genauso wichtig; dies ist sehr einfach an den Orten unserer Wochenmärkte nachzuspüren. Auch die einen Platz umgebenden Gebäude und deren Nutzung wie der Umgang mit dem Verkehr auf den Straßen spielen neben einladendem Stadtmobiliar an den richtigen Stellen aus ansprechendem Material eine große Rolle, ob und wann ein städtischer Platz von den Bürgern angenommen wird. Nach einem erfolgreichen Kampagnenauftakt in 2008 – Münster, Duisburg, Essen und Aachen – startete am 04. Juni 2009 in Oberhausen die SEHSTATION ihre zweite Tour durch Nordrhein-Westfalen. Die SEHSTATION thematisierte in dem Jahr zudem in Siegen, Lemgo, Bonn und Düsseldorf weitere Facetten der Baukultur und veranschaulichte diese für die Stadtbewohner vor Ort an konkreten, räumlichen Situationen. Am 30. April 2010 wird die SEHSTATION in Rheda-Wiedenbrück eröffnet, bevor sie weiter nach Dortmund und Bielefeld reiste. Das Finale der SEHSTATION findet am 24. September 2010 in Köln statt. Begleitende Veranstaltungen unterstützten den Dialog zwischen Fachleuten und Bürgern. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website www.sehenlernen.nrw.de. Die Kampagne SEHEN LERNEN ist mehrjährig und bis zum Jahr 2010 angelegt. Die temporäre, 7 x 7 x 12 Meter große begehbare Installation aus unbehandeltem Nadelholz schafft mit ihren einladenden Treppenstufen inmitten der Städte einen für jedermann offenen Ort der Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum. Durch ihre besondere Gestaltungsqualität wird der Begriff der Baukultur auch für den Laien überzeugend in ein plakatives Bild übersetzt. Eigens für die Städte zusammengestellte Hörcollagen, die durchgehend in der SEHSTATION zu hören sind, lassen Bürger und Fachleute zum ausgewählten Standort zu Wort kommen. Die SEHSTATION wird durch zehn überdimensionale, in der Stadt verstreute farbige FENSTER ergänzt. „Neue Perspektiven erschließen Überraschendes, lenken den Blick auf Bekanntes und Unbekanntes. Sie ermöglichen, das Umfeld neu zu entdecken und räumliche Qualitäten oder Missstände wahrzunehmen“, so der Augsburger Architekt Andy Brauneis, der die SEHSTATION gemeinsam mit Nicolette Baumeister aus München und Christian Schüller aus Gersthofen im Rahmen eines Wettbewerbs entworfen hat. Über die SEHSTATION wird erlebbar, warum wir uns an manchen Orten wohl fühlen und an manchen nicht, warum wir bestimmte Plätze aufsuchen, uns gern dort aufhalten und warum wir andere meiden. SEHEN LERNEN besteht aus drei Bausteinen: dem digitalen BAUKULTUR ABC im Internet, der mobilen SEHSTATION in Städten des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Broschüren und Faltblättern für interessierte Bewohner, Kinder und Jugendliche. |
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| Baustein 1: BAUKULTUR ABC
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Baustein 2: SEHSTATION Der Projektbaustein SEHSTATION wurde in das Bundesprogramm „Nationale Stadtentwicklungspolitik“ als Pilotprojekt aufgenommen. Mit Unterstützung durch den Bund konnten in 2009 drei der insgesamt fünf Städte angesteuert werden. Jurymitglieder Beratende Partner Beratendes Büro/Wettbewerb/Standortauswahl Das Auftaktkolloquium zur SEHSTATION fand am 23. August 2007 im stadtbauraum Gelsenkirchen statt. Folgende fünf Teilnehmer hatten sich für die Ideenwerkstatt qualifiziert: osa_office for subversive architecture | Wien, Darmstadt, London; realities:united, Berlin; Andy Brauneis | Augsburg; Andreas Kaiser mit Andreas Fritzen | Köln; Studio integral, Axel Steinberger | Zürich.
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Baustein 3: Broschüren |
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