Temporäre Stadt an besonderen Orten

Träger
StadtBauKultur NRW
(2008 ff.)
RUHR.2010 GmbH
Stadt Duisburg
(2007)
Stadt Mönchengladbach
Kooperationspartner
(2008 ff.)
RWTH Aachen
TU Dortmund
Universität Pécs
Bilgi University Istanbul
Universität Siegen
Yildiz University Istanbul
(2007)
Universität Dortmund
RWTH Aachen
HafenCity Universität Hamburg
Hochschule Bochum
Museum Abteiberg Mönchengladbach
Thema
Öffentlicher Raum
Vermittlung/ Planungskommunikation
Art
Workshop
Studentischer Wettbewerb
Temporäre Installation
Dokumentation
Ort
Duisburg, Pécs, Istanbul
Laufzeit
Wettbewerb: 2004 ff.
Symposium 31.10.2008, stadtbauraum (Gelsenkirchen)
Publikation
Blaue Reihe StadtBauKultur NRW: Temporäre Architektur an besonderen Orten 2004. Studentenwettbewerb Gustaf-Gründgens-Platz, Düsseldorf
Temporäre Stadt an besonderen Orten – stAIRWAYs
Eine Luftpassage zum Museum Abteiberg, Mönchengladbach
Info
» temporaere-stadt.de

 

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RÜCKBLICK Pécs 2009 Symposium & Workshop | „Was sind die Gründe dafür, dass Pécs 2010 eine aufregende und attraktive Stadt für Bewohner und Touristen wird?“ // mehr ...
RÜCKBLICK Duisburg 2008/2009
Symposium & Workshop | Kann eine temporäre architektonische Intervention im öffentlichen Raum Impulsgeber sein für städtebauliche Visionen? // mehr ...

PROJEKTBESCHREIBUNG Um bereits junge Entwerfer und Planer an die baukulturellen Herausforderungen
heranzuführen und Bürger und Bürgerinnen in einen kritischen Diskurs über Baukultur mit einzubinden, ist im Jahr 2004 im Rahmen der Landesinitiative StadtBauKultur NRW der studentische Wettbewerb Temporäre Stadt an besonderen Orten ausgelobt worden. Die Reihe ist als baukulturelles Kooperationsprojekt der Hochschulen im Rahmen der Landesinitiative StadtBauKultur NRW konzipiert und soll auf besondere, jeweils unterschiedliche Orte in den Städten Nordrhein-Westfalens aufmerksam machen und dabei in experimenteller Art und Weise den möglichen baukulturellen Mehrwert zeitlich begrenzter Interventionen in den Stadtraum demonstrieren. Die Reihe ist so angelegt, dass die teilnehmenden Studierenden ihre konzeptionellen Fähigkeiten in der Wirklichkeit erproben und ein Projekt in der Regel erstmalig vom Entwurf bis zur Umsetzung begleiten können. Mit dem Hochschulwettbewerb, der Realisierung des siegreichen Entwurfs in Düsseldorf und der nachfolgenden Dokumentation in der Blauen Reihe StadtBauKultur ist es gelungen, für das Thema "Temporäre Architektur" landesweit Aufmerksamkeit zu erzielen.

Der als Trilogie geplante abschließende Wettbewerb 2008 bis 2010 wird sich mit dem Dialog der Kulturhauptstädte Europas 2010: Ruhrgebiet – Istanbul – Pécs beschäftigen. Der Auftakt fand am 31. Oktober 2008 mit einem ersten internationalen Symposium mit anschließendem Studentenworkshop im stadtbauraum in Gelsenkirchen statt, gefolgt von einem Workshop in Pécs im April 2009 und einem Workshop in Istanbul im Herbst 2009. Die Realisierung der Preisträgerentwürfe erfolgt in den drei Europäischen Kulturhauptstädten im Jahr 2010. Partner bei diesem Projekt sind die Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund, die Universität Siegen, die RWTH in Aachen sowie weitere Universitäten in Istanbul (Yildiz Technical University/Istanbul Bilgi University) und Pécs (Universität Pécs).

Die zweite Staffel des Hochschul-Wettbewerbs in 2007 thematisierte die räumliche Anbindung des Museum Abteiberg von Hans Hollein an die Innenstadt von Mönchengladbach sowie die Qualität des umgebenden öffentlichen Raumes. Die Luftbrücke „stAIRWAYs“ bot eine intensiv genutzte Wegeverbindung zwischen der Fußgängerzone Hindenburgstraße und dem Museum. Beim ersten Wettbewerb in 2004 beantwortete der Gewinnerbeitrag [mein Platz!] die geringe Nutzungsintensität des Gustaf-Gründgens-Platz in Düsseldorf mit einer radikalen Privatisierung des öffentlichen Raums. Die Bewohner/innen der Stadt erhielten die Möglichkeit, Nutzungsrechte für einzelne „Claims“ über das Internet-Auktionshaus Ebay zu ersteigern und die Belebung des Platzes selbst in die Hand zu nehmen.

Der Hochschulewettbewerb sucht nach neuen, experimentellen Ideen, die mit dem Verändern oder Inszenieren von (temporären) Stadträumen zu einer lebendigen und qualitätvollen Stadtbaukultur beitragen, und bietet Studierenden die Gelegenheit, ihre kreativen Fähigkeiten in der Realität des Bauens zu erproben und ein temporäres (Bau-) Projekt bis zur Umsetzung zu begleiten.

 

>> Rückblick: Luftpassage zum Museum Abteiberg | Mönchengladbach 2007
sTAIRWAYs – Luftpassage zum Museum Abteiberg begeisterte Besucher
Während der Bauarbeiten zur umfassenden Renovierung bespielte das Museum das ehemalige Schauspielhaus (Museum X). Die Verwaltung wurde in einer städtischen Villa direkt am jetzigen Haupteingang des Museums an der Krichelstraße untergebracht. Der Museumseingang mit einer Brücke über der Abteistraße war ursprünglich als Direktverbindung zur Fußgängerzone (Hindenburgstraße) vorgesehen; diese Konzeption wurde seinerzeit jedoch so nicht realisiert, so dass der eigentliche Haupteingang des Museums heute eher versteckt gelegen ist und vom Publikum kaum genutzt wird.
Unter dem neuen Projekttitel Temporäre Stadt an besonderen Orten (vorm. Temporäre Architektur an besonderen Orten) wurde die Anbindung des Museum Abteiberg an die Stadt Mönchengladbach von vier Hochschulen im Rahmen eines studentischen Wettbewerbes bearbeitet.
Die Architekturstudenten Moritz Gerigk, Thomas Herbert und Jens Paprotta von der Fachhochschule Bochum bei Prof. Andreas Fritzen konnten diesen Wettbewerb im Frühjahr 2007 mit ihrer temporären Treppen-Brücken-Konstruktion für sich entscheiden. Damit wurde die einst geplante Wegeverbindung zeitweise in Szene gesetzt. Ab dem 14. September 2007 gelangte man für drei Wochen über einen 16 Meter hohen Treppenturm von der Fußgängerzone aus in Schwindel erregende Höhe auf ein Hoteldach und hatte von dort einen atemberaubenden Blick auf die Mönchengladbacher Innenstadt. Wer keine Höhenangst hatte, lief weiter über eine Brücke rund 50 Meter bis zum nächsten Dach. Hier führte der Treppenturm wieder hinunter zur Krichelstraße.
Die Realisierung des Wettbewerbsgewinners soll innovative Ansätze zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Raumes zwischen der zentralen Einkaufsstraße und dem Museum aufzeigen. Experimente sollen auch in den kommenden Jahren Anlass bieten, neue Lösungen für schwierige stadträumliche Situationen zu finden.

Die Dokumentation stAIRWAYs liegt seit Ende März 2008 vor, ist aber inzwischen vergriffen. Auf unserer Internetseite unter dem Stichwort Publikationen/Blaue Reihe (www.stadtbaukultur.nrw.de/publikationen/blauereihe) haben Sie die Möglichkeit, die Dokumentation als pdf-Dokument herunter zu laden.

 

>> Rückblick: Gustaf-Gründgens-Platz | Düsseldorf 2004
[mein Platz!] – öffentliche Stadtbühne auf dem Gustaf-Gründgens-Platz in Düsseldorf
Bereits im Jahr 2004 fand am Düsseldorfer Gustaf-Gründgens-Platz der Auftakt der auf Wiederholung angelegten Projektreihe Temporäre Architektur an besonderen Orten statt. In seiner heutigen Ausprägung ist der Platz vor allem ein Vor-Platz für das Schauspielhaus. Theatervorplätze haben im Allgemeinen ein sehr überschaubares Nutzungsprofil: Sie dienen logistischen Anforderungen des Theaterbetriebs, sie bedienen aber vor allem die Repräsentationsbedürfnisse des Hauses. Aufgrund seiner weitgehend isolierten Lage und der fehlenden Impulse des Platzrandes – mit Ausnahme des Schauspielhauses braucht und gebraucht keine der angrenzenden Einrichtungen den Platz wirklich – konnte der Gustaf-Gründgens-Platz die an ihn gerichteten Erwartungen bislang nicht erfüllen. Zudem limitiert die geringe statische Belastbarkeit durch die unter dem Platz liegenden Tiefgaragen den Gebrauchswert. In der ersten Staffel bestimmte der Gewinnerbeitrag [mein Platz!] den Nutzen, die Gestalt und die Bedeutung des Gustaf-Gründgens-Platz neu. Temporär avancierte der Platz zur „öffentlichen Stadtbühne“, die durch die Bewohner und Bewohnerinnen selbst belebt wurde.

Die Dokumentation der ersten Staffel kann kostenlos auf der Seite www.stadtbaukultur.nrw.de/publikationen bestellt werden.

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